neuesten Nachrichten

Wahlen in Frankreich – Macron bleibt Präsident – ​​klarer Vorsprung vor Le Pen – Nachrichten

  • 21:18

    Grüner Kandidat: „Damm gegen Rechtsextreme gebaut“

    Der im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl gescheiterte Grünen-Kandidat Yannick Jadot zeigte sich erleichtert über den Abgang der Linkspolitikerin Marine Le Pen. “Das Schlimmste wurde verhindert, aber das Land ist gespaltener denn je.” Jetzt sind im Juni Parlamentswahlen.

  • 21:07

    Große Erleichterung über Macrons Wahl in Europa

    Dass Macron in Frankreich noch fünf Jahre an der Spitze bleibt, macht vielen europäischen Politikern eine Pause. So bezeichnete beispielsweise der britische Premierminister Boris Johnson Frankreich als engen Partner seines Landes. „Ich gratuliere Emmanuel Macron zu seiner Wiederwahl als Präsident von Frankreich“, schrieb Johnson auf Twitter.

    Auch Bundespräsident Ignazio Cassis übermittelte seine Glückwünsche per Kurzbotschaft: „Unsere Länder sind eng miteinander verbunden. Ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit.“ Die meisten Franzosen leben im Ausland in der Schweiz und umgekehrt leben die meisten Auslandschweizer in Frankreich.

    Italiens Ministerpräsident Mario Draghi sprach von „erstaunlichen Neuigkeiten für ganz Europa“. Die Perspektive von EU-Ratspräsident Charles Michel: „In diesen turbulenten Zeiten brauchen wir ein starkes Europa und Frankreich, das sich voll und ganz für eine souveränere und strategischere Europäische Union einsetzt.“

    Auch der belgische Ministerpräsident Alexander De Croo sieht Macrons Wahlsieg über die Rechtspolitikerin Marine Le Pen als Zeichen des Kampfes gegen den Extremismus. Und Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb auf Twitter an das französische Staatsoberhaupt. “Auch Ihre Wähler haben heute ein starkes Bekenntnis nach Europa gesendet.”

  • 20:42

    Ein klarer Trend: Die Rechte gewinnt an Stärke

    Christoph Frei, Professor an der Universität St. Gallen kommentierte im Special der SRF News mehr als 42 Prozent der Stimmen, die Marine Le Pen gemäss Hochrechnung auf sich vereinen konnte. Im Vergleich zu vor fünf Jahren hat sie deutlich zugenommen. “Das ist ein klarer Trend.” Denn man muss sehen: Die französische Elite neigt dazu, zu verschleiern und zu ignorieren, was im Land passiert. Frei hofft, dass Macron sich um veraltete politische Strukturen kümmert.

    Die französische Journalistin Cécile Calla fügt hinzu, Macron habe es auch angekündigt: mehr Demokratie. Macron muss sich für weitere fünf Jahre wappnen. Wenn die Franzosen immer noch das Gefühl haben, dass nicht genug für sie getan wird, sind sie vielleicht noch eher bereit, für jemanden wie Marine Le Pen zu stimmen. Calla sagt, es wird interessant sein zu sehen, was bei den Parlamentswahlen passiert, die im Juni abgesagt werden. Rassemblement National ist bei Kommunal- und Regionalwahlen oft stark, erzielt aber selten greifbare Ergebnisse. “Ich habe den Eindruck, dass die Franzosen ihren Frust aufgegeben haben, aber wenn es ernst wird, brechen sie ein bisschen zusammen.”

  • 20:30

    Von der Leyen gratuliert Macron

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Emmanuel Macron zu seiner Wiederwahl. „Ich freue mich, unsere gute Zusammenarbeit fortsetzen zu können“, schreibt er auf Twitter. “Wir werden in Frankreich und Europa gemeinsam vorankommen.”

  • 20:27

    Mélenchon hofft auf Parlamentswahlen

    Jetzt spricht Linksaußen Jean-Luc Mélenchon, der in der ersten Runde Dritter wurde. Macron ist der am schlechtesten gewählte Präsident der Fünften Republik. “Es gibt so viele Leute, die sich enthalten haben.” Und er hofft auf die Parlamentswahlen im Juni, damit er noch korrigieren kann. „Heute Abend beginnt der dritte Wahlgang. Du kannst Macron schlagen“, sagte Mélenchon seinen Anhängern. Macrons „Präsidentenmonarchie“ überlebte nur mangels Alternativen.

  • 20:21

    “Entdiabolisierung hat funktioniert”

    Mirjam Mathis, SRF-Sonderberichterstatterin, ordnet die Leistung von Marine Le Pen ein. Er sagt: Die meisten wollen keinen rechtspopulistischen Kandidaten. Auch der Krieg in der Ukraine und der Aufruf vieler ausgeschiedener Kandidaten, Le Pen nicht zu wählen, verhalfen Macron zum Sieg. Die Tatsache, dass Marine Le Pen an ihrem Image arbeitete, brachte ihr jedoch Stimmen. Die Entdiabolisierung war erfolgreich.

  • 20:19

    „Macron ist aus der Krise herausgewachsen“

    Alexandra Gubser, Korrespondentin von SRF Frankreich, blickt auf die fünfjährige Amtszeit von Emmanuel Macron zurück. 2017 löste Macron eine Welle des Optimismus aus. Diese Euphorie legte sich jedoch bald, als Frankreich erkannte, dass Reformen weh taten. Dennoch ist Emmanuel Macron gerade während der Pandemie aus diesen Krisen herausgewachsen.

  • 20:17

    Le Pen wendet sich an ihre Anhänger

    Die unterlegene Marine Le Pen hält bereits eine Rede. Sie interpretiert das Ergebnis als Sieg für sie – sie spricht sogar von einem „strahlenden Sieg“. Er will sich einbringen. “Die Franzosen wollen starken Widerstand”, sagt er. Mit den anstehenden Parlamentswahlen sei das Spiel ihrer Meinung nach noch nicht zu Ende. Heute Abend beginnt der „große Kampf“ um die Parlamentswahlen. Ihre Partei Rassemblement National steht allen offen, die sich gegen Emmanuel Macron zusammenschließen wollen.

  • 20:06

    Calla: Das Ergebnis von Le Pen ist eine “klare Warnung” an Macron.

    Das Ergebnis ist deutlicher als von vielen vorhergesagt. Für Christoph Freie, Professor für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Universität St. St. Gallen verwundert es nicht, dass die Kluft zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen immer weiter auseinandergeht. Zumal aktuelle Umfragen darauf hinweisen würden. Trotzdem sagt Frei in den SRF News Spezial zum entscheidenden Spiel: «Man muss demütig sein. Wir haben die Nacht von Clinton Trump gesehen. Man kann sich nie zu sicher sein.”

    Und die französische Journalistin Cécile Calla ergänzt: Das Ergebnis von Marine Le Pen sei eine “klare Warnung” für Macron. In den letzten fünf Jahren sind aus ihm nicht nur Freunde geworden. Die Abschaffung der Vermögenssteuer hat tiefe Spuren hinterlassen. Immer wieder sorgte er mit seiner teils rüden Zunge für Irritationen. Calla sagt, Macron sei seit langem eine verhasste Person. Dabei half ihm eine gute Leistung in einem TV-Duell in dieser Woche.

  • 20:00

    Hochrechnung aus Frankreich 2: Macron deutlich vor Le Pen

    Nach der ersten Hochrechnung von France 2 erhielt der amtierende Präsident Emmanuel Macron 58,2 Stimmen. Marine Le Pen wird voraussichtlich 41,8 Prozent der Stimmen erhalten. Auch TF 1 sieht Macron in seiner Hochrechnung bei rund 58 Prozent.

  • 19:43

    In Rennes wächst die Angst vor Unruhen

    Die Präfektur der westfranzösischen Stadt Rennes hat eine für die Wahlnacht geplante Demonstration linksradikaler Gruppen verboten. Die Sorge um die Unruhen steht im Hintergrund. Ein nicht angemeldetes Treffen ab 20:00 Uhr sei illegal, teilte die Präfektur mit. Den Organisatoren der illegalen Kundgebungen drohten Freiheitsstrafen von bis zu sechs Monaten und eine Geldstrafe von 7.500 Euro.

    Bereits am frühen Abend des ersten Wahlgangs und am darauffolgenden Wochenende kam es zu schweren Ausschreitungen mit erheblichem Sachschaden und Angriffen auf die Polizei. Die Proteste richteten sich nach Angaben der Regionalpresse auch gegen die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen.

    In der Universitätsstadt Rennes drängen seit Jahren linke Gruppen, darunter auch Proteste gegen Rechtsextreme.

  • 19:32

    Coming soon: SRF News Spezial zur Präsidentschaftswahl

    Um 19.55 Uhr begrüsst Moderator Urs Gredig auf SRF 1 das Publikum in einer speziellen Nachrichtensendung zum zweiten Wahlgang. Mit Links zu unseren Korrespondenten in Frankreich und Studioexperten ordnen wir die ersten Vorführungen ein. Es gibt:

    • Alexandra Gubser, SRF-Korrespondentin für Frankreich
    • Mirjam Mathis, SRF-Sonderkorrespondentin
    • Cécile Calla, französische Journalistin und Schriftstellerin
    • Christoph Frei, Professor für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen, Universität St. St Gallen.

    Sehen Sie die Sondersendung live auf SRF 1 oder live auf srf.ch.

  • 19:16

    Die ersten Zahlen fehlen

    Die Spannung steigt: Um 20 Uhr, nach Schließung der letzten Wahllokale, kündigen französische Fernsehsender die ersten Hochrechnungen für die französische Präsidentschaftswahl an. Wie schon im ersten Wahlgang sind auch im zweiten Wahlgang erste Zahlen aus Belgien durchgedrungen: Emmanuel Macron führt mit 55 zu 58 Prozent der Stimmen vor seiner rechtspopulistischen Rivalin Marine Le Pen. der belgische Fernsehsender RTBF und die Zeitung „La Libre“, die auf Umfragen verweisen und betonen, dass sie die Situation um 17:00 Uhr wiedergeben würden.

  • 19:01

    Großes Medieninteresse

    Hunderte von Journalisten …